Wie oft am Tag sollte man essen?

Drei, fünf Mal oder sogar sieben Mahlzeiten am Tag? Was ist denn am gesündesten? Und vor allem stellen sich viele Menschen eine Frage: Was für ein System hilft beim Muskelaufbau?

Gerade wenn man Training mit einem Rudergerät macht, sollte man auf die folgenden Aspekte achten:

Müssen mehrere Mahlzeiten am Tag automatisch dick machen?

Es ist eigentlich logisch: Je öfter man isst, desto mehrere Kalorien verspeist man. Das sagen auch viele Wissenschaftler. Andere Ernährungsspezialisten empfehlen aber ausgerechnet das Gegenteil: Sieben Mahlzeiten pro Tag sollen sogar zur Abnahme führen. Warum? Ganz einfach – mehrere Mahlzeiten zwingen den Körper dazu, mehr Energie zu verbrauchen, weil der Verdauungsvorgang aktiver ist. Aber mehrere Mahlzeiten heißen nicht automatisch, dass es egal ist, vie viel man verspeist. Sieben Mahlzeiten mit vielen Kalorien heißen nämlich, dass man deutlich mehr zu sich nimmt als jemand, der nur drei Mahlzeiten mit wenigen Kalorien isst. Die Sieben-Mal-am-Tag-Regel kann deswegen nur gelten, wenn es sich um sieben kleinere Mahlzeiten handelt.
So wie eine Kuh auf der Weide: Sie frisst den ganzen Tag und nimmt trotzdem nicht zu, weil Gras nicht schnell satt macht und nicht viele Kalorien hat. Was kalorientechnisch viel ausmacht, sind Kuchen, Kekse, Schokolade, Burger und ähnliche Leckereien. Bei den Sachen sollte man sich ordentlich zurück halten und es manchmal versuchen, Süßigkeiten durch Gemüse und Salat zu ersetzen – dann kann man auch wieder gerne ordentlich mehr essen.

Nur zwei Mahlzeiten am Tag?

Es gibt aber auch ein paar Wissenschaftler, die die Meinung vertreten, dass die Einnahme von nur zwei Mahlzeiten am Tag gesünder sei. Die erklären das mit der Insulin-Ausschüttungswirkung im Körper. Insulin ist ein lebensnotwendiges Hormon. Es transportiert wichtige Nährstoffe in die Zellen. Doch wenn sich Insulin im Blut befindet, kann keine Fettverbrennung statt finden und das ist nicht gerade gut, wenn man abnehmen will. Doch – nur zwei Mahlzeiten pro Tag? Wer hält das schon durch? Das kann dazu führen, dass man in der Nacht die Hungerattacken kriegt und den Kühlschrank plündert. Es gibt aber auch Extreme – einige Menschen können den ganzen Tag nichts essen – Hunger haben sie aber trotzdem nicht. Es gibt auch solche Menschen, die jeden Tag Pommes und Schokolade essen könnten und solche, die sich schon beim Hinsehen zunehmen. Es gibt Leute, die erst spät am Abend was essen und solche, die am Abend nichts essen und somit auf Dinner-Cancelling schwören. Auch solche Menschen gibt es, die abends die Kohlenhydrate weg lassen.

Gibt es denn echt keine Regeln?

Es sieht so aus, als wären keine klaren Regeln aufgestellt, was die Zahl und die Mengen der notwendigen Mahlzeiten angeht. Tatsache ist aber – wer ein auffälliges Über- oder Untergewicht hat, muss spätestens dann handeln, wenn sich deswegen die Zeichen einer Krankheit breit machen. Das ist nämlich ein Zeichen dafür, dass im individuellen Ernährungsplan etwas schief läuft. Der muss dann am besten mit der professionellen Hilfe umgestellt werden. Was man dabei nicht vergessen soll, ist die Bewegung. Es ist ja klar – wer sportlich aktiv ist, verbrennt Kalorien und darf sich deswegen auch gerne öfter den einen oder anderen Schokoriegel gönnen, weil es der ja ausgeglichen wird. ist ja nicht Jedermanns Ding, denn es gibt auch Menschen, die überhaupt keinen Wert auf Süßigkeiten legen und am liebsten Obst und Gemüse essen.

Ein Kompromis – fünf Mahlzeiten am Tag?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt, fünf Mahlzeiten am Tag wären zu empfehlen. Damit lässt sich das Hungergefühl zwischen den Mahlzeiten stillen und die Energiereserven reichen bis zu der nächsten Mahlzeit. So fühlt sich der Körper nicht dazu gezwungen, Energiereserven in Form der Fettpölsterchen anzulegen. Bei den Zwischenmahlzeiten sollte es sich um Obst, Gemüse und Milchprodukte handeln. Süßigkeiten sind dabei nicht besonders empfehlenswert, denn sie lassen den Insulinspiegel hochsteigen und somit verspürt man auch viel schneller wieder Hunger.

Wie handelt man im Fall des Übergewichts?

Wenn man übergewichtig ist, ist es angemessen, vier bis fünf kleinere Mahlzeiten am Tag zu essen. Wer regelmäßig isst, verhindert damit die Heißhungerattacken und die Schlemmerei zwischendurch. Es ist ja wohl bekannt, dass Hunger durch den Abfall des Blutzuckerspiegels verursacht wird. Die häufigeren kleineren Mahlzeiten vermeiden die starke Insulinausschüttung nach dem Essen und bringen mehrmals am Tag kleinere Ausschüttungen. MAn soll es deswegen auf jeden Fall lernen, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören. Dabei soll man selber entscheiden, ob es einem lieber ist, drei Mahlzeiten am Tag zu essen, oder fünf. Die Regel, die man einhalten sollte – die Mahlzeiten sollten in einem sehr regelmäßigen und geplanten Ablauf eingenommen werden, denn nur so kann sich der Körper darauf einstellen, wann es Essen gibt. Der Körper ist ja schließlich nichts anderes, als ein Betriebssystem, das systematisch am besten funktioniert. Das gilt bei all den Varianten, egal für welches System der Mahlzeiten man sich auch entscheiden mag.

Jeder entscheidet selbst

Man soll essen, wenn man Hunger verspürt – dennoch sollte man aber nicht jedem Verlangen nachgehen. Der so genannte “Hunger” kann auch mal andere Motive und Gründe im Hintergrund haben – Langeweile, Stress oder Frust stehen da ganz oben auf der Liste. Es ist vor allem wichtig, eine bewusste und ausgewogene Ernährung in den Alltag einzubauen. Man soll sich einfach nichts verbieten – man weiß es doch, wie es mit den verbotenen Sachen ist. Alles soll ernährungstechnisch erlaubt sein, auch Fast Food oder Süßes, nur in Maßen.

Obwohl sich die Experten gerne darüber streiten, was am besten ist, ist eins für alle klar – Hauptsache gesund!